Weltgiraffentag

Hallo ihr Lieben,

etwas verspätet möchte ich mit euch zusammen den längsten Tag des Jahres feiern. Aber nicht etwa, weil ich unter die Wicca gegangen bin, sondern weil der Tag des 21. Juni auch ein Tier in den Fokus rückt, das wir alle kennen, über das man aber noch immer nur sehr wenig weiß.

Denn am 21. Juni, am längsten Tag der Nordhalbkugel, ist auch der Tag des Tieres mit dem längsten Hals – der Weltgiraffentag.

Nun gibt es für so gut, wie alles einen Tag (Tag der Jogginghose, Tag der Blockflöte) aber dieser Tag liegt mir wirklich am Herzen. Aus diesem Grund habe ich den Weltgiraffentag auch in meinem örtlichen Zoo verbracht und dort an einem Stand zusammen mit anderen Zooscouts, auf diesen Tag und die wunderschönen Geschöpfe aufmerksam gemacht.

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Giraffe, Wikimedia Commons, CC – Lizenz, Rob Hooft

Der Weltgiraffentag wurde von der Giraffe Conservation Foundation ins Leben gerufen. Diese Organisation kümmert sich in Afrika um den Erhalt und den Schutz der langhälsigen Säugetiere. Unter anderem ist es dem Gründer dieser Organisation zu verdanken, dass man heute weiß, dass nicht mehr als 100.000 Giraffen noch in Afrika leben. Damit steht die Giraffe seit 2016 auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Die weltweite Population ist in den vergangen 30 Jahren um knapp 40% gesunken. Ein Grund dafür ist neben dem anhaltenden Lebensraumverlust, auch Wilderei und alte Traditionen. Auch Krankheiten, politische Unruhen oder die Nahrungskonkurrenz mit anderem Nutzvieh sind Gründe für den Rückgang.

Während ihrer Forschungen zusammen mit anderen Institutionen, wie dem Senckenberg Institut, konnte festgestellt werden, dass es nicht nur eine Giraffenart gibt, sondern 4 verschiedene, die sich nochmals in verschiedene Unterarten aufgliedern.

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Verbreitungsgebiet der unterschiedlichen Giraffenarten, Wikimedia Commons, CC-Lizenz, Raafael

Zum einen gibt es die Massai-Giraffen, dann die nordafrikanischen Giraffen, die südafrikanischen Giraffen und schließlich die Netzgiraffen, die als eine der bekanntesten Art auch in vielen Zoos zu sehen ist.

Nach der Webseite der GCF finden sich folgende Arten und Unterarten:

Southern giraffe Giraffa giraffa 52,050

Angolan giraffe G. g. Angolensis 13,050

South African giraffe G. g. Giraffa 39,000

Northern giraffe Giraffa camelopardalis 5,195

Nubian giraffe G. c. Camelopardalis 2,645

Kordofan giraffe G. c. Antiquorum 2,000

West African giraffe G. c. Peralta 550

Reticulated giraffe Giraffa reticulata 8,700

Masai giraffe Giraffa tippelskirchi 32,500

Die Zahlen verdeutlichen, wie viele Tiere es von den einzelnen Arten in Afrika noch gibt. Mit 550 Tieren ist dabei die Westafrikanische Giraffe massiv bedroht, denn eine überlebensfähige Population mit einer ausreichenden genetischen Vielfalt benötigt eigentlich mindestens 1000 Tiere.

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Giraffe in Namibia, Wikimedia Comons, CC-Lizenz, GIRAUD Patrick

Und was wissen wir eigentlich über diese schönen Tiere?

Während meines Zootages, war ich erstaunt, wie wenig wir alle eigentlich über die Giraffen wissen. Das fängt damit an, wie viele Halswirbel eine Giraffe hat (ja trotz des langen Halses sind es auch nur 7, genauso wie beim Menschen), geht weiter über die Frage, wie lang eigentlich die Zunge einer Giraffe ist (50 cm und dazu noch dunkel pigmentiert) und hört bei der Frage, was Giraffen eigentlich alles so fressen, noch lang nicht auf.

Tatsächlich fressen Giraffen in der Natur am liebsten die Blätter, Triebe und Knospen der Akazie. Dass diese mit langen Dornen bestückt ist, stört das Tier, dessen Zunge so lang und beweglich ist, dabei kaum. 30 kg braucht eine Giraffe über den Tag verteilt. Im Zoo ist es mit den Akazienbäumen, die zur Unterfamilie der Mimosen gehört und vor allem in den Tropen und Subtropen verbreitet sind, natürlich etwas schwieriger. Daher bekommen die Tiere im Zoo neben Heu und Blättern einheimischer Bäume, Gemüse aber auch Leinsamen, Soja und spezielle Giraffenpellets.

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Wastafrikanische Giraffe unter einem Akazienbaum, Wikimedia Commons, CC-Lizenz, Roland H.

Natürlich gibt es noch viel viel mehr Besonderes und Erstaunliches über die Giraffe zu erzählen. So zum Beispiel, dass sie bis zu 60 km/h schnell werden können, dass sie über sogenannte Halskämpfe entscheiden, welcher Bulle der Stärkere ist oder dass sie mit ihren Beinen im Halbkreis ausschlagen können.

Was wisst ihr so über Giraffen? Was würdet ihr gerne wissen wollen?

Gerne könnte ich mich dazu fragen, oder ihr schaut euch einfach mal die Seite der GCF an.

Dort könnt ihr, wenn ihr wollt, auch eine Spende hinterlassen und so dafür sorgen, dass das Operation Twiga III genauso ein Erfolg wird, wie die ersten beiden. Dabei ging und geht es darum, die Populationen der Giraffen in Uganda zu schützen und ihre genetische Diversität zu stärken. Schaut es euch gerne einfach mal an.

Ich freu mich auf eure Mails und Kommentare.

Bis Bald

Euer

Blogunterschrift

PS.:Ich bekomme für diesen Post hier übrigens nichts, sondern ich bin wirklich von der Arbeit dort überzeugt und möchte einfach helfen, die Giraffen zu erhalten.

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