Oh, du schöne Insel – Madeira

Es ist 16:15 und draußen wird es schon wieder dunkel. Winter. Januar.
Der Schnee lässt auf sich warten, es stürmt und regnet. Und ich sehne mich zurück. Zurück zu meinem ganz persönlichen Sommerhighlight – das dieses Jahr erst im Oktober stattgefunden hat.

Der Sommer war stressig gewesen. Und anstrengend. Ein Wirbel aus Emotionen und Erlebnissen, sodass ich mich an diesem Tag im Oktober, als wir endlich den Flieger bestiegen so unglaublich nach der Sonne sehnte, nach Ruhe und Urlaub, wie schon lange nicht mehr. Als der Motor startete und der Flieger abhob, ließ ich Deutschland unter mir zurück und freute mich auf ein paar Tage, die mir noch heute, an grauen Januartagen das Herz höher schlagen lassen.

Ich freute mich auf Madeira!

Und ich nehme es vorweg – ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe selten einen so wunderbaren und tollen Urlaub erlebt, der alles vereint hat, was ich in einem Urlaub brauche.

Die portugiesische Blumeninsel erreichten wir erst mitten in der Nacht und sie begrüßte uns mit funkelnden Lichtern.  Vom Flughafen aus fuhren wir – mit einem doch sehr waghalsigen Taxifahrer – entlang der Küste bis nach Funchal, der Hauptstadt Madeiras. Dort hatten wir unser Hotel gebucht.

Über uns funkelten die Sterne vom schwarzen Nachthimmel und vor uns funkelten die Lichter Funchals und spiegelten sich in dunklen Fluten des Atlantiks. Es war wie eine Prophezeiung für einen tollen Urlaub!

Funchal ist auf Touristen ausgelegt. Überall findet man riesige Hotelkomplexe, die einem teilweise auch schon mal den Blick auf das Meer verstellen können, trotz der Lage Funchals, das sich, wie kleine Terrassen, die Berghänge hinaufzieht. Aber wir hatten Glück. Statt für einen unpersönlichen Hotelgiganten, hatten wir uns für ein kleines schmuckes Hotel entschieden, dass –meiner Meinung nach – portugiesischer nicht hätte sein können. Auf mehreren Ebenen waren die Zimmer angeordnet und von der Terrasse aus, konnte man das Meer sehen.

Dass man bei einem solchen kleinen Hotel ein paar Abstriche machen musste, ist jedem, der öfter mal verreist, klar. So haben wir den doch sehr kleinen Pool der Anlage nicht einmal genutzt, aber wer braucht schon einen Pool, wenn der Atlantik direkt vor der Nase glitzert.

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Erster Tag

Unseren ersten Tag haben wir dann auch vollständig Funchal gewidmet. Wir haben die kleinen und großen Gassen der Stadt erkundet, ein sehr leckeres, typisch portugiesisches Mittag zu uns genommen und uns schließlich dazu entschieden, in den  Jardim Botânico da Madeira – den botanischen Garten in Funchal – zu gehen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr ich den Aufenthalt dort genossen habe.

Der botanische Garten, der 3 km vom Zentrum von Funchal entfernt ist, bietet auf  über 35.000 m² abschüssige Gelände eine ungeheure Vielfalt an Pflanzen und ist in fünf Zonen unterteilt.

Die erste Zone zeigt hauptsächlich einheimische, auf der Insel auftretende Pflanzen. Circa 100 verschiedene Spezies sind hier zu finden und haben mir einen sehr guten Vorgeschmack auf das gegeben, was ich wenige Tage später noch erleben durfte.

Zone zwei umfasst verschiedene Bäume und die Zone drei schließlich verschiedene Sukkulenten. Diese sind in einer sehr exponierten Hanglage angepflanzt wurden, sodass man sich bei den sonnigen Temperaturen, die wir während unseres Aufenthaltes hatten, tatsächlich ein bisschen wie in der Wüste gefühlt hat. Die beeindruckende Größe der verschiedenen Kakteen, tat ihr übriges um mich restlos zu begeistern.

Auf einer weiteren Terrasse findet man dann verschiedene Anbau- und Arzneipflanzen, wie Bananen, Papaya, Mango, Kaffee, Zuckerrohr oder madeirische Küchenkräuter und Heilpflanzen.

Die letzte Ebene ist als ein großer Palmengarten gestaltet an den sich auch ein Papageienpark anschließt.

Von mir bekommt dieser schöne botanische Garten eine klare Besuchsempfehlung. Mit Bus, Standseilbahn oder Taxi könnt ihr ganz bequem zu dem botanischen Garten gelangen. Ich würde euch den Bus empfehlen, denn eine Tour durch die steilen, engen und verwinkelten Gassen der Stadt mit dem Bus, vergisst man nicht so schnell.

Zweiter Tag

Unser zweiter Tag führte uns entlang der Promenade von Funchal bis zur berühmten Seilbahn von Funchal, die uns hoch nach Monte bringen sollte.  Der kleine Ort mit 6696 Einwohner bietet nicht nur einen schönen Blick über Funchal und den Atlantik sondern hält auch noch einige Touristenattraktionen bereit.

Eine Fahrt mit der Seilbahn kann ich nur empfehlen, allerdings solltet ihr euch wenn möglich, nicht gerade einen Tag aussuchen, an dem mehr als ein Kreuzfahrtschiff anlegt. Der Hafen von Funchal wir fast täglich von Kreuzfahrtschiffen der verschiedenen Flotten angefahren. Wir haben unter anderem die AIDA, die Queen Elizabeth, ein Schiff der MSC-Flotte und Mein Schiff 2 gesehen. Alle (!) bieten einen Ausflug mit der Seilbahn nach Monte und einer anschließenden Fahrt mit dem Korbschlitten (eine berühmte Tradition in Madeira) an. Dementsprechend voll kann es also in dem Terminal werden. Wir hatten aber Glück und konnten relativ schnell in die Gondel einstiegen.

Ein kleiner Tipp noch: Neben dem eigentlichen Kartenschalter, an dem meistens lange Schlangen stehen, gibt es im hinteren Teil des Terminals einen Kartenautomaten. Dieser kann sogar in deutscher Sprache bedient werden. Dort bekommt ihr genauso Fahrkarten, wie vorn am Schalter, seid aber gefühlt 10x schneller 😉

Monte selbst hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zum einen natürlich die Fahrt mit dem Korbschlitten. Zum anderen aber auch den Monte Palace Tropical Garden. Beide sind nicht gerade günstige Vergnügen und wir haben uns schließlich für den Tropischen Garten entschieden.

Wir haben es nicht bereut!

Weiter oben habe ich noch gesagt, dass der Botanische Garten von Funchal schön ist, der Tropische Garten von Monte übertrifft ihn um Längen. Wenn ihr also nicht ganz so gartenverrückt seid, wie ich, dann lasst den Botanischen Garten aus, aber schaut euch UNBEDINGT den tropischen Garten an. Er ist traumhaft.

Das Meisterwerk der Gartenkunst wurden von José Berardo designt und ist seit 1991 dem Besucher zugänglich. Der tropische Garten ist aufgrund der Reisen des Gartenarchitekten nach Japan teilweise stark japanisch angehaucht. Wasserspiele finden sich überall in dem Garten. Aber ich finde Bilder sagen mehr als tausend Worte. Daher genießt einen Augenblick den tropischen Garten von Monte.

Auch interessant sind neben dem Kolonialhaus die einzigartige Kachelsammlung, die man sich während eines Besuches in dem Garten ansehen kann.

Den Nachmittag haben wir dann noch einmal Funchal selbst gewidmet, haben uns die Markthalle Mercado dos Lavradores in Funchal angesehen, für Leute mit weniger empfindlicher Nase ist der dortige Fischmarkt sehr zu empfehlen, frisch gepressten Saft getrunken, die Kathedrale bestaunt und uns schließlich an den Steinstrand von Funchal begeben und zum ersten Mal den Atlantik um unsere Zehen schwappen lassen. Der Atlantik im Oktober in Funchal hatte gefühlte 25 Grad. Es war traumhaft.

Am Abend haben wir uns dann in einer Seitengasse ein kleines Restaurant gesucht, das seinen Fisch fangfrisch auf dem Grill vor den Augen seiner Gäste zubereitet und den Trubel um uns herum genossen.

Wollt ihr erfahren, wie die restlichen 3 Tage waren? Bald geht mein kleiner Reisebericht weiter.

Bis dahin!

Euer

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