Der iberische Luchs – Wissen aus der Masterarbeit

Hallo ihr Lieben,

da meine Masterarbeit sich mit einem landschaftsplanerischen (ok, eigentlich artenschutzrechtlichen) Thema befasst hat – nämlich den Luchs – möchte ich euch an einigen Erkenntnissen meiner Arbeit teilhaben lassen. Der Text stammt zum Teil aus meiner Arbeit und ist nur ein wenig angepasst wurden :).

Die scheue wunderschöne Raubkatze hat mich die letzten 17 Wochen beschäftigt und ich musste mit Schrecken feststellten, wie schwer ihr Stand in Europa ist. Aus diesem Grund finde ich es unheimlich wichtig mehr über diese Katze zu erfahren und ihr so vielleicht auch zu helfen.

Anfangen möchte ich heute mit dem Iberischen Luchs. In den kommenden Wochen werdet ihr dann mehr über den eurasischen Verwandten erfahren.

Der Iberische Luchs

Während im restlichen Europa der eurasische Luchs beheimatet ist, findet sich in Spanien und teilweise auch in Portugal der Iberische Luchs, welcher auch Pardelluchs genannt wird.

Der Pardelluchs ist eine eigenständige Art und hat sich im Südwesten Europas entwickelt und etabliert. Er sieht seinem Verwandtem, dem eurasischen Luchs sehr ähnlich. Der Pardelluchs hat jedoch einen ausgeprägteren Backenbart als der eurasische Luchs und ist mit einem Gewicht von 9-15 Kilo und einer Größe von maximal 110 cm deutlich kleiner.

Auch die Streifgebiete der Tiere sind deutlich kleiner als die des eurasischen Luchses. So hat ein Weibchen im Durchschnitt ein Streifgebiet von 20 km².

Sein Lebensraum ist der mediterrane Buschwald Spaniens. Zudem hat der iberische Luchs sich vor allem auf Wildkaninchen als Beutetiere spezialisiert. Diese Spezialisierung jedoch hat den Iberischen Luchs bis an den Rand der Ausrottung gebracht. Der in den 1950er Jahren freigesetzte Myxomatosevirus (Kaninchenpest) hat die Population der Wildkaninchen zusammenbrechen lassen. Zusammen mit der Zerstückelung seines Lebensraumes durch den Menschen, findet der Pardelluchs in Spanien nicht genügend Nahrung, um eine überlebensfähige Population aufrecht zu erhalten. Während  Anfang 20. Jahrhundert ca. 100 000 Luchse in Spanien und Portugal vorhanden waren, leben jetzt noch etwa  400 Tiere in den mediterranen Buschwäldern Spaniens. Die beiden größten Vorkommen finden sich in Andalusien im Nationalpark Coto de Doñana und in der Sierra de Andújar.

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Nationalpark Coto de Doñana

Der Rückgang der Art ist dabei aber nicht allein auf die Kaninchenpest und die Zerschneidung der Landschaft zurückzuführen. Auch das Fell des Luchses gilt als eine begehrte Trophäe. Die Jagd setzt der bedrohten Tierart weiterhin zu, sodass Experten Prognosen aufgestellt haben, in der der Iberische Luchs in 20 Jahren in Spanien endgültig ausgestorben sein könnte, sollte nicht etwas dagegen unternommen werden.

Mittlerweile reagiert die spanische Regierung auf das Problem. So erfolgt momentan in Spanien ein Auswilderungsprojekt für Wildkaninchen, die gegen den Erreger der Kaninchenpest immun sind. So soll die Nahrungsgrundlage des Luchses verbessert werden, wodurch sich auch der Luchsbestand erholen kann. Zudem erhofft man sich, ab 2019 ein Auswilderungsprojekt im Schutzgebiet Serra da Malcata in Portugal durchführen zu können. Dort gibt es seit 1999 eine Aufzuchtstation. Die Verinselung der Population sowie die illegale Jagd bleiben jedoch weiterhin ein Problem. Der Bau von mehreren Unterführungen entlang der A-494 soll Verkehrstoten vorbeugen.

Tatsächlich kann bereits davon gesprochen werden, dass sich der Bestand erholt. Im Jahre 2000 lebten nur knapp ein Viertel der Tiere in Spanien. Aus den 100 Luchsen sind mittlerweile 400 geworden, dank der Maßnahmen, die zum Schutz der Tiere beitragen.“

Solltet ihr noch mehr über das wunderschöne Tier, das dringen die Hilfe des Menschen benötigt, erfahren wollen, so findet ihr beim WWF und auch unter https://de.wikipedia.org/wiki/Pardelluchs (Abgerufen am 12.08.2017), woher auch meine Bilder stammen, mehr Informationen.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Welt des Pardelluchses geben.

Bis Bald!

Euer

Blogunterschrift

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