Reise nach Wien

Hallo ihr Lieben,

ich komme gerade frisch erholt aus meinem Urlaub nach Hause und möchte daher gerne mit euch die wunderschönen Urlaubseindrücke aus Wien teilen.

Der Startschuss für unseren Urlaub fiel letzten Montag um 9 Uhr, als wir uns mit unserem (erstaunlicherweise relativ leichten Koffer) zum Bahnhof begaben.

Diesmal haben wir uns allerdings gegen unsere geliebte Deutsche Bahn entschieden und wollten es einmal mit dem Fernbus probieren, der tatsächlich erstaunlich günstig war.

Und für diesen Preis bekamen wir einiges geboten. 😉 Nicht nur, dass der Bus bereits bei unserer Abfahrt 15 Minuten Verspätung hatte, nein, in Prag passiert uns dann auch noch ein Unfall, sodass wir weitere 2 ½ Stunden mitten in Prag standen, während der Busfahrer erst einmal eine zerstörte Schreibe aus der Fassung „kratzen“ musste. Wir kamen dann also statt gegen 17 Uhr erst gegen 20 Uhr in Wien an und das auf dem Busbahnhof Erdberg. Diese ist „wunderschön“ in einer Hintergasse unter einer Brücke gelegen, sodass man sich beim Aussteigen ein wenig in einen amerikanischen Gangsterfilm zurückversetzt gefühlt hat. Ach ja, das Wlan im Bus ging natürlich auch nicht 😉

Aber gut, wir sind gut angekommen und das günstiger als mit der Bahn, was will man mehr.

Im Gegensatz zur Busfahrt war unser Hotel – das Arcotel „Kaiserwasser“ wunderbar. An dieser Stelle muss ich einfach mal unseren Reiseveranstalter „Spar-Mit-Reisen“ loben, bei dem ich schon seit mehreren Jahren Städtetrips und Kurzreisen buche und bisher noch nie enttäuscht worden bin. In den Pakten sind immer eine ganze Menge Extras und die Hotels sind immer sehr gut! Auch diesmal hatten wir wieder einige Extras dabei – angefangen bei einer Wienkarte für 72 Stunden (Ermäßigte Eintritte und kostenlose Benutzung des ÖPNV) über ein sehr gutes Abendessen bis hin zur kostenlosen Fitnessraumbenutzung – und haben diese auch ausgiebig genutzt.

Gleich am ersten Abend kamen wir so in den Genuss eines 3-Gänge-Menüs mit typischen Wienerischen Spezialitäten. Leider gab es im Hotel das Wiener Schnitzel nur mit Schwein. Auf die Frage, ob ein Wiener Schnitzel nicht eigentlich aus Kalb sein müsste, bekamen wir dann zur Antwort: „Ja, das ganz echte, originale…“. Diese Antwort wurde zum Running Gag für die ganze Woche. By the way: Wir haben tatsächlich während unserer Reise kein einziges Mal ein ganz echtes, originales Wiener Schnitzel bekommen, aber wir haben wahrscheinlich immer nur in den falschen Restaurants gegessen. 😉

Unser erster richtiger Urlaubstag war dann leider sehr verregnet. Daher dachten wir uns, dass eine Museumstour eine gute Idee sein könnte und sind mit der U-Bahn bis zur Haltestelle „Volkstheater“ gefahren, von wo aus man sehr gut das Museumsquartier und die umliegenden Museen sowie die Nationalbibliothek erreichen kann. Leider war an diesem Tag das Naturhistorische Museum geschlossen und die Beschilderung der einzelnen Museen so schlecht, dass wir erst mal eine große Runde an allen Museen vorbeigelaufen sind. Das macht bei Regen leider weniger Spaß. Da wir aber noch nicht aufgeben wollten und das Wetter einfach nicht besser wurde, sind wir im Anschluss mit der U-Bahn zur „Neubaugasse“ gefahren und haben zwei sehr schöne Stunden im „Haus des Meeres“ verbracht. Dieses große Aquarium ist wirklich wunderschön gestaltet und meiner Meinung nach einen Besuch wert. Sogar Affen findet man darin, ebenso wie Hai und einer Menge anderer Tierchen 😉 Ganz oben dann gibt es ein Café und einen tollen Blick über die Stadt. Aufgrund des Wetters wirkte Wien von dort oben als hätte es überhaupt kein Ende. Von Horizont zu Horizont in alle Richtungen spannte sich die Stadt, dicht bebaut und ohne Lücke, der Anblick war erstaunlich und hat mich sehr intensiv über die momentane Debatte der Stadtnachverdichtung und Freiräume in der Stadt nachdenken lassen 😉 Im Anschluss wollten wir eigentlich noch das Foltermuseum besuchen, allerdings haben wir das (mal wieder aufgrund mangelnder Beschilderung) nicht gefunden und es regnete weiterhin in Strömen.

Daher war es mit unserer Lust Wien noch weiter zu erkunden recht schnell vorbei und wir sind zurück ins Hotel gefahren, wo wir uns bei einem Stück Kuchen und einem Kaffee (ebenfalls ein Extra von Spar-Mit) erstmal wieder aufgewärmt haben. Im Anschluss sind wir noch durch die nahegelegene UNO-CITY gelaufen und haben uns den sehr schönen und sehr großen Donau-Park angesehen. Allerdings sind wir nicht auf den Donauturm hoch – aber der Blick nach oben war schon von unten gigantisch 😉

Abendessen gab es diesmal in einem kleinen aber sehr sehr guten chinesischem Restaurant namens „e-Wok“.

Am nächsten Tag begrüßte uns Sonnenschein pur für unseren wohl schönsten Tag, der uns nach Schönbrunn und zu Kaiserin Sisi führte. Auch hier kann man wieder ganz bequem die U-Bahn nutzen.

Dort angekommen entschieden wir uns jedoch gegen die Besichtigung des Schlosses, das doch relativ viel Geld gekostet hätte und stattdessen für ein Kombiticket für Tiergarten, Palmen- und Wüstenhaus sowie Labyrinth und Irrgarten. Der Park an sich war bereits wunderschön und auch der Tiergarten hatte einige Überraschungen parat. Am besten gefallen hat mir hier eindeutig die Fledermaushöhle. Es war ein erstaunliches Gefühl, die Fledermäuse direkt vor dem Gesicht flattern zu spüren und inmitten dieser tollen Tiere zu stehen. Leider war der Geruch in der Fledermaushöhle sehr streng. Das Palmen- und das Wüstenhaus kann ich ebenfalls nur empfehlen. Dort hatte ich auch die Idee für meine eigene kleine Biosphäre, die ich in den nächsten Wochen bauen möchte. Ich werde euch dazu auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Bevor wir uns schließlich das Labyrinth und den Irrgarten angesehen haben (na, wer kennt den Unterschied?) Sind wir erst noch hoch hinaus zur Gloriette gelaufen, von woraus man einen wunderbaren Blick über Wien hat. Lustigerweise haben wir von hier aber nicht das Haus des Meeres gesehen, dass eigentlich deutlich aus der Stadtsilhouette herausragen hätte müssen.

Nach diesem läuferisch doch sehr anstrengenden Tag sind wir gegen 18 Uhr (wir waren tatsächlich 7 Stunden in Schönbrunn 😉 ) wieder in Richtung Innenstadt, da wir eine der Donauflussfahrten buchen wollten. Dies war dann für Freitag auch tatsächlich möglich und im Anschluss trieb uns der Hunger dann in das nächste Restaurant, wo wir den Abend dann gemütlich bei Pizza und Nudeln ausklingen ließen. Am Abend im Hotel gab es dann noch einen leckeren Cocktail.

Der Donnerstag zeigte sich ebenso sonnig wie der Mittwoch und nach einer morgendlichen Souvenirshoppingtour ging es weiter zum Museumsquartier. Diesmal hatte auch das Naturhistorische Museum geöffnet. Dort genossen wir zunächst im Digitalen Planetarium zwei Vorführungen (eine davon war über Lichtverschmutzung und hat mich sehr nachdenklich werden lassen – mehr dazu möchte ich gerne in einem späteren Blogbeitrag sagen) und schauten uns dann das sehr tolle Museum an. Allein die geologische Sammlung war überwältigend.

Direkt vor dem Museum gab es einen schön gestalteten Platz, auf dem wir dann für eine Stunde die Sonne genießen konnten. Im Anschluss sind wir noch ein wenig durch Wien geschlendert, haben uns die Gassen und Straßen angesehen und sind schließlich in einem sehr guten Burgerrestaurant gelandet.

Der Freitag schließlich stand noch einmal ganz im Zeichen der Sehenswürdigkeiten. Vom Stephansdom und den benachbarten Kirchen aus sind wir bis zum Hundertwasservillage gelaufen und haben uns dort die Kunst von Hundertwasser angesehen. Ich muss ehrlich sagen, ich mag seine Art, auch wenn sie ein wenig verrückt ist. Von da ging es dann an der Donau entlang bis zum Prater und hier dann hinein ins Riesenrad und hinauf bis in die Wolken. So kam es mir zumindest vor. Die Aussicht vom Riesenrad war dann meiner Meinung nach auch die beste und ich empfehle es euch wirklich, dieses Wahrzeichen Wiens bei eurem nächsten Trip nach Wien zu besuchen. Nach einer ausgiebigen Runde über den Prater (ein sehr schöner Vergnügungspark) sind wir dann zur Donauinsel weiter, um nach der ganzen Stadt noch ein wenig Natur zu genießen. Dort haben wir ein wahres Kleinod entdeckt. Einen wunderschönen Wasserspielplatz, der an diesem heißen Tag (34 Grad laut Wetterbericht) die so dringend benötigte Abkühlung gebracht hat. Erst gegen 18 Uhr haben wir dieses kleine Paradies wieder verlassen und sind zurück zum „Schwedenplatz“, wo unsere Flussfahrt beginnen sollte.

Diese 3 stündige Fahrt war auf jeden Fall ein Highlight der Reise. Wien funkelt und glitzert am Abend sehr schön (aber überstrahlt damit jeden Stern) und das Essen an Bord war einfach köstlich.

Nach der Fahrt sind wir dann sehr glücklich und sehr zufrieden zurück ins Hotel.

Am Samstag ging es dann leider schon wieder zurück nach Hause. Den Abschied von Wien haben wir in einem Kaffeehaus (Aida) begangen, wo es köstlichen Kaffee und sehr leckere Kuchen gab. Dadurch viel der Abschied noch ein bisschen schwerer, aber irgendwann ist jeder Urlaub zu Ende!

Und so sind wir dann gegen 13 Uhr wieder in unseren Fernbus gestiegen, der uns diesmal ganz ohne Zwischenfälle wieder nach Hause gebracht hat.

Und nun bin ich wieder zu Hause und hoffe, ich konnte euch einige schöne Eindrücke von Wien vermitteln. Wart ihr schon mal dort? Oder geht es bald mal hin? Schreibt mir doch!

Bis Bald!

Euer

Blogunterschrift

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