Future Lab – Jobs von Morgen

Ich lese momentan ein Buch namens die Auslese (ich kann es nur empfehlen -> siehe Buchvorstellung) Dort habe ich euch schon auf einige interessante Zusammenhänge zur Landschaftsarchitektur/ Landschaftsplanung aufmerksam gemacht.

Tatsächlich war und bin ich absolut fasziniert von einem Beruf, in dem man sich darauf konzentriert, die verseuchte Umwelt wieder zu beleben.

In dem Buch „Die Auslese“ wird das dazugehörige Fach Biotechnologie genannt, da viele der Pflanzen und Tiere genetisch verändert werden müssen, um in der dortigen verseuchten Umgebung wieder wachsen zu können.

Wir haben mehr Glück! Unsere Umwelt ist noch halbwegs intakt. Wir müssen nicht auf genetisch veränderte Pflanzen zurückgreifen, um einen Landstrich wieder fruchtbar zu machen. Doch auch bei uns gibt es genug Prozesse, die die Landschaft zerstören und als karge Wüste zurücklassen.

Hier setzt einer der Jobs von morgen an – der Renaturierer

Da es bei der heutigen Renaturierung vor allem um die Verbesserung von Fließgewässern zurück  in einen ökologisch guten Zustand nach Wasserrahmenrichtlinie geht, setzt dieser Zukunftsjob eher ganzheitlich an.

Göggingerwäldchen
Wikimedia Commons, Anton Siebenhüter, CC-Lizenz

 

Dort wo einst Straßen waren, werden diese durch Wald ersetzt. Dort wo eins überdüngte Monokulturen waren, finden neue Grünlandflächen platz. Heimische Arten bekommen neue Habitate, Wanderrouten, ehemals durch Zäune und Mauern unterbrochen, werden wieder frei.

alter_flugplatz_bonames2c_renaturierung
Wikimedia Commons, S.Karsten, GNU-Lizenz

 

Das alle ist natürlich nur möglich, wenn sich auch in unserer Gesellschaft ein Wandel durchsetzt. Weg von der immer größeren Flächenversiegelung hin zu einer besseren und effektiven Nutzung von Flächen. Damit einhergehend ist es natürlich auch nötig, die Stadt von morgen deutlich zu verändern. Hin zu Urban Farming, Treescrapern und anderen zukunftsorientierten Technologien. Und hin zu weniger Flächenverbrauch. Denn die Natur braucht Raum. Und mittlerweile auch unsere Hilfe, um wieder zurückzufinden.

Dafür benötigt man natürlich qualifiziertes Personal. Als Renaturierer von morgen sollte man meiner Meinung nach folgende Qualifikationen und Kenntnisse mitbringen:

  • Studium der Landschaftsplanung oder verwandte Studienrichtung
  • Sehr gute Artkenntnisse in Flora und Fauna
  • Sehr gute Biotop- und Lebensraumkenntnisse
  • Kenntnisse in Bodenphysik, Bodenchemie und Bodenansprache
  • Kenntnisse in Meteorologie und Landschaftsklima
  • Kenntnisse in der Altlastensanierung

Was meint ihr, welche Kenntnisse sind noch nötig?

Die Zeichen der Zeit wurden bereits erkannt. Es laufen Projekte zu Urbanen Wäldern und Renaturierung von Stadtbrachen. Schon lange werden Flüsse wieder in einen ökologisch guten Zustand zurück versetzt. Braunkohle- und Kiestagebaue werden nach ihrer Nutzung in Biotope und Wildnisgebiete verwandelt. BUND, NABU, etc. pflanzen Bäume und rufen verschiedene Aktionen ins Leben.

eschelbronn_steinbruch28129
Wikimedia Commons, eelsanza, CC-Lizenz

 

Aber wir können auch jetzt schon so viel mehr machen. Im kleinen und großen Maßstab.

 

Einige meiner Vorschläge wären:

Forschungen in Richtung Urban Farming.

Keine Monokulturen, sondern Vielfalt auf unseren Ackerflächen durch Kurzumtriebsplantagen, Blühstreifen, Bäume und Sträucher sowie Heckenpflanzungen

Forschung im Bereich Stadtbrachen und Urbanen Wäldern

Forschung und Entwicklungen im Bereich Biotopverbund

Gärten und Parks durch richtiges Management ökologischer gestalten (Bienenweiden, etc)

Weiterhin Verbesserung von Fließ- und Stillgewässern

Erforschung, Entwicklung und Einsetzen von Phytoremediationstechniken

 

Was sind eure Ideen für mehr Natur in unserem Leben?

Ich freue mich auf Eure Meinung.

Euer

Blogunterschrift

 

 

 

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