Buchrezension „Die Auslese“

Wie ich euch versprochen habe, möchte ich euch einige interessante Bücher vorstellen, die in irgendeinem Bereich mit der Landschaftsarchitektur oder Landschaftsplanung in Verbindung stehen.

Dabei werde ich euch sowohl Romane als auch Lehrbücher vorstellen.

Schreibt mir ruhig, wenn euch etwas interessiert, wenn ihr ein gutes Buch habt oder mehr über ein Buch erfahren möchtet.

Beginnen möchte ich heute, um euch nicht schon bei meiner ersten Buchrezension mit einem trockenen Lehrbuch zu langweilen, mit einem Roman. Einem Roman, der sehr gut in meine kleine „Future Lab“ Serie passt!

 

Vielleicht habt ihr von der Reihe auch schon gehört: „Die Auslese“

 

Die Auslese, geschrieben von Joelle Charbonneau, erschien in gebundener Ausgabe bereits 2014 in den Buchläden. Der letzte Band der Trilogie ist diesen Mai (2016) in die Buchläden gekommen.

Wer dystopische oder postapokalyptische Romane nicht mag, der wird sich vielleicht auch an diesem Buch nicht allzu sehr erfreuen, obwohl es wirklich gut geschrieben ist. Denn die Geschichte spielt in einer Zeit, nach dem ein Krieg in 7 Stadien die Welt völlig aus den Angeln gehoben hat. Millionen von Menschen sind gestorben, die Erde wurde verseucht, das Land unfruchtbar, die Flüsse vergiftet. Trotz allem hat die Menschheit überlebt und es geschafft sich aus den Trümmern wieder hervor zu kämpfen. Um die Fehler der Vergangenheit nicht erneut zu begehen, waren sich Politik und Gesellschaft einig, dass es nur den Besten der Besten erlaubt sein sollte zu führen und Macht auszuüben. Doch wie sollte man diese herausfinden?

Der Klapptext des Buches beschreibt es folgendermaßen: „Von nun an sollten die Psychologen darüber urteilen, in wessen Händen die Zukunft des Landes liegen sollte. So entstand die Auslese.“

Das Buch beginnt damit, dass Cia, die Protagonistin des Buches, voller Stolz und Hoffnung für die Auslese ausgewählt wird. Sobald sie die Auslese überstanden hat, ist es ihr gestattet, die einzige Universität des Landes zu besuchen und in die Riege der Führer des Landes aufzusteigen. Bereits ihr Vater hat die Universität besucht, scheint jedoch, als Cia tatsächlich ausgewählt wird, mehr als besorgt. „Vertraue niemanden!“ ist sein letzter Rat, bevor Cia zusammen mit ein paar anderen in die Hauptstadt des Landes geflogen wird. Mit dabei ist Tomas, ein Kindheitsfreund von Cia, der in der Trilogie noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Bereits den Einstieg in das Buch finde ich sehr gelungen. Die Ich-Perspektive vermittelt sehr viel von Cias Umwelt und Persönlichkeit. Die Protagonistin selbst wird als ein intelligentes, sympathisches und mutiges Mädchen mit einer Reihe von guten moralischen Vorstellungen beschrieben. Sie ist eine Heldin, die stets zur Stelle ist, wenn jemand Hilfe braucht, jede noch so kleine Falle durchschaut und mit ihrem Mut so manche schwierige Situation gekonnt löst.

Getreu dem Einstieg „Vertraue niemanden“ hat es die Autorin geschafft, die anderen „Haupt- und Nebendarsteller“ des Buches schwer Einschätzbar darzustellen. Des Öfteren fragt man sich, was dieser oder jener Charakter denkt und was seine wahren Beweggründe sind. Dabei kann man Cias Gedankengänge jedes Mal sehr gut nachvollziehen. Denn schnell wird während des Lesens klar, dass die Auslese tatsächlich eine Auslese ist. Beginnen die Tests für die Zulassung zur Universität noch einfach, wird der Druck schnell größer und die Prüfungen immer gefährlicher.

Bis es schließlich Tote gibt. Und plötzlich ist für Cia nichts mehr  so, wie sie dachte.

Mich hat der Schreibstil der Autorin, das Setting, die Figuren und die gesamte Handlung, die immer mehr an Fahrt aufnimmt und am Ende Lust auf den zweiten Teil macht, voll und ganz überzeugt. Ich habe das Buch verschlungen und kann es wirklich jedem empfehlen.

Nicht zuletzt hat mich nun auch der zweite Teil der Trilogie gefangen genommen und sehr beeindruckt. Um euch aber nicht den Spaß am Lesen zu nehmen, verrate ich euch nicht, wie es in Band zwei weitergeht.

 

Was aber hat eine Dystopie nun mit Landschaftsarchitektur zu tun?

 

Tatsächlich ist es so, dass in diesem Buch die Natur einen großen Stellenwert einnimmt. Immer wieder wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die zerstörte Natur wieder zu neuen Leben zu erwecken – zu revitalisieren. Cias Vater beispielsweise arbeitet in diesem Bereich und züchtet Pflanzen, die die verseuchte Erde bereinigen können.

Ich finde, hier kann man viel mitnehmen. Wie wichtig die Natur ist. Wie bedeutsam es ist, sie zu schützen. Wie es möglich ist, durch Pflanzen vergiftete Bereiche zu verbessern, zu renaturieren zu revitalisieren.

Diesen Bereich gibt es schon heute in der Landschaftsplanung. Renaturierung und Rekultivierung finden heutzutage vor allem im Gewässerbereich und im Bergbaubereich statt. Aber für diese Gebiete gibt es sicherlich noch mehr Anwendungsmöglichkeiten und auch die Forschung kann in diesem Bereich noch weit vorangetrieben werden.

 

Wenn ihr ein wenig tiefer in Cias Welt eintauchen wollt, dann empfehle ich euch die Leseprobe oder sogar ein Quiz zur Auslese selbst auf: dieauslese.com.

Gehört ihr zu den Besten?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Euer

Blogunterschrift

 

 

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