Landschaftsarchitektur rund um die Welt – Part II

Ihr erinnert euch noch an den Park aus Kopenhagen, den ich euch in diesem Beitrag vorgestellt habe?

Von dort möchte ich mit euch heute in eine völlig andere Stadt mitnehmen – in eine 6.187,74 km entfernte Stadt – nach New York.

New York hat viele Sehenswürdigkeiten, und wenn man speziell an Parks, Grünflächen und Landschaftsarchitektur denkt, dann fällt dem ein oder anderen Leser jetzt sicherlich der Central Park ein. Es stimmt mit dem Entwurf Central Park sind Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux ein Meisterstück gelungen.

Aber heute soll es um etwas anderes gehen. Etwas wozu wir unseren Blick zunächst ein wenig heben müssen. Denn das heutige kleine Juwel der Landschaftsarchitektur befindet sich in luftiger Höhe.

Wie soll man es auch erwarten von Manhattan?

Hier befindet sich, im Westen der Insel, die sogenannte Highline. Dieser 2,33 km lange Park ist aus einer ehemaligen Güterzugtrasse entstanden und wurde von 2006 – 2014 zu einem Park umgebaut. Dies alles aus einer Initiative der dort ansässigen Bewohner heraus, die die Initiative Friends of the High Line gründeten und für den Erhalt des Bauwerkes kämpften. Als Nachnutzung wurde schließlich eine Parkanlage vorgeschlagen. Als Vorbild und Vorlage diente dabei die  Promenade plantée in Paris, wodurch die Initiative viele Unterstützer gewann.

Links Paris                                                                    und                                               Rechts New York

Die Gestaltung und Bepflanzung des Parks übernahm nach einem  Wettbewerb  James Corner Field Operations, als Landschaftsarchitekturfirma und Diller Scofidio + Renfrosowie Piet Oudolf, als Pflanzspezialisten.

Das Design wird von den Landschaftsarchitekten selbst charakterisiert als „intime Choreografie der Bewegung mit wechselnden Perspektiven und  Erfahrungen“ beschrieben.  Es ist und war der Wunsch der Landschaftsarchitekten durch verschiedene Bodenbelege, Bepflanzungen, Möblierungen und Beleuchtungen eine einzigartige New York Erfahrung zu kreieren. Das Konzept, in dem beispielsweise die Wege so angelegt sind, dass die ehemaligen Schienenstränge in ihnen verschwinden, wieder auftauchen und auch parallel zum Weg laufen, geht Hand in Hand mit dem Bepflanzungskonzept.

Dieses ist inspiriert von der natürlichen Ruderalvegetation, die sich an stillgelegten Bahndämmen entwickelt. Die Gräser, Stauden, Büsche und Bäume des Parks wurden dabei unter anderem nach ihren Texturen, ihren Farben und  ihrer Widerstandsfähigkeit ausgewählt. Wichtig war den Designern zudem, dass es sich um einheimische Pflanzen handelte.

Ich finde, mit der High Line hat Manhattan einen wunderschönen Park gewonnen. Besonders gelungen finde ich die „Natürlichkeit“ der Anlage, die auf Pflanzen und Pflanzenkombinationen setzt, die man auch an anderen stillgelegten Bahndämmen finden kann. Ebenfalls sehr gekonnt empfinde ich das Zusammenspiel von ehemaligen Schienen und den heutigen Wegen. Der Übergang von Weg zu Schiene finde ich dabei sehr ansprechend. Die Ausstattung und Beleuchtung verleihen der Anlage zusätzlich einen gewissen Charme.

Wie gefällt der Park euch? Wart ihr schon einmal dort? Oder habt ihr vielleicht einen anderen Lieblingsort? Hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar.

Bis bald!

Euer

Blogunterschrift

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2 Kommentare zu „Landschaftsarchitektur rund um die Welt – Part II

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