UVP, SUP,GOP, FFH und ER – Naturschutz und Recht I

UVP! SUP! GOP!

Ich bin beeindruckt, wer mit diesen Abkürzungen bereits etwas anfangen kann. 😉

Die meisten werden sich aber sicher erst einmal fragen, was mit diesen Abkürzungen gemeint ist. Ich möchte euch nicht zu lange raten lassen.

Wer bis jetzt noch nicht Google bemüht hat, den möchte ich aufklären.
Bei diesen Abkürzungen handelt es sich um Instrumente der Landschaftsplanung.
Damit sind jedoch keine Trommeln, Flöten oder Blechblasinstrumente gemeint, sondern Prüfverfahren, die es dem Naturschutz ermöglichen auch auf der rechtlichen Ebene zu agieren und so bei verschiedenen Bau-, Planungs- oder Projektvorhaben nicht vernachlässigt zu werden.

Die Landschaftsplanung unterscheidet dabei zwischen Raumplanung und Fachplanung.

Während es bei der Raumplanung tatsächlich um verschiedene „Räume“ , also geografische Gebiete geht, die beplant werden, so habe ich mir für die Fachplanung als Eselsbrücke eingeprägt, dass es sich meist um verschiedene Pläne und Projekte, mit einem besonderen fachlichen Anspruch handelt.

Sowohl in der Raumplanung als auch in der Fachplanung finden die verschiedenen Instrumente der Landschaftsplanung Anwendung.

Aber von Anfang an:

Welche Instrumente gibt es eigentlich?

  1. Umweltverträglichkeitsprüfung/ strategische Umweltprüfung – kurz: UVP/SUP
  2. Fauna-Flora-Habitat-Verträglichkeitsprüfung – kurz: FFH-VP
  3. Eingriffsregelung – kurz: ER
  4. spezielle artenschutzrechtliche Prüfung – kurz: saP
  5. Landschaftsplanung im engeren Sinne

Und was machen diese Instrumente?

UVP-Ziel:

Umweltfolgenabschätzung, Ermitteln, Beschreiben und Bewerten der Umweltauswirkungen verschiedener Pläne und Projekte.
Dabei wird eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) bei Projekten durchgeführt, ein Umweltbericht bei Plänen erarbeitet.  Bei Plänen spricht man deshalb auch von einer strategischen Umweltprüfung (SUP).

UVP-Betrachtungsgegenstände:

1. Arten, Biotope, Biodiversität
2. Boden, Wasser, Klima, Luft
3. Landschaft
4. Kultur- und Sachgüter
5. Mensch und menschliche Gesundheit

FFH-VP-Ziele: 

Verträglichkeit eines Planes oder Projektes mit den Erhaltungszielen eines Natura2000- Gebietes. Hierbei wird immer eine FFH-Verträglichkeitsstudie durchgeführt

FFH-VP-Betrachtungsgegenstände:

besonders und streng geschützte Arten

ER-Ziele:

Vermeidung bzw. Ausgleich und Ersatz erheblicher Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes.
Hierbei ist zu beachten, dass die Eingriffsregelung sowohl im Baurecht, als auch im Naturschutzgesetz verankert ist. Im Baurecht wird die Eingriffsregelung in Form eines Grünordnungsplanes (GOP) einbezogen und im Naturschutzgesetz in Form des Landschaftspflegerischer Begleitplans (LBP)

ER-Betrachtungsgegenstände:

  1. Arten, Biotope
  2. Boden, Klima, Luft, Wasser
  3. Landschaftsbild

saP – Ziele:

Schutz besonders und streng geschützte Arten, Prüfung der Verbotstatbestände, gilt sowohl für Projekte als auch für Pläne

saP-Betrachtungsgegenstände:

besonders und streng geschützte Arten

Ihr seht also, mit diesen Instrumenten ist es auf einer sachlichen und fachlichen Ebene möglich, die Natur zu schützen und Eingriffe in die Natur zu steuern.

Wer Landschaftsplaner werden möchte, der wird in seinem späteren Berufsalltag ständig mit diesen Instrumenten zu tun haben. Aus diesem Grund werde auch ich in diesem Semester immer wieder über diese Instrumente schreiben und euch noch einiges mehr darüber berichten.

Falls ihr noch Fragen oder Wünsche habt, dann schreibt mir einfach!

Euer

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