Alligatoren, Mangroven und Moskitos

Wie versprochen, kommt heute der erste Bericht aus dem schönen Florida.

Ich habe dort eine Rundreise gemacht und möchte ein wenig über meine Highlights berichten.

Daher verzeiht, wenn ich hier nicht chronologisch poste 😉

Highlight Nummer 1 – Die Everglades

Von Miami aus, dem Ausgangspunkt meiner Rundreise, bin ich für einen Tag in die Everglades gefahren – ein absolutes Highlight für mich. Als angehende Landschaftsplanerin, die sich sehr für das Konzept des Nationalparkes begeistert, war es eine tolle Erfahrung zu sehen, wie ein amerikanischer Nationalpark aufgebaut ist. Aber natürlich noch viel wichtiger war für mich die unglaublich schöne Natur, die man so, nirgendwo in Deutschland sehen kann.

Denkt man an die Everglades, dann dachte ich immer an Mangrovenwälder und Alligatoren. Doch dieser Nationalpark hat noch so unglaublich viel mehr zu bieten.

Zunächst ein paar Fakten:

Größe: 556 000 Hektar ( und damit nur 1/5 der eigentlichen ehemaligen Everglades, der Rest musste Siedlungsfläche und Ackerland weichen)

Status: Unesco-Welterbe, Nationalpark, gefährdet durch Umweltverschmutzung und Eingriffe in den Wasserhaushalt

Vegetation: fast ganzjährig überschwemmte Prärie, Mangrovenwälder, subtropische Pinienwälder, Küsten- und marine Lebensräume, Sumpf, Zypressen und Hartholzlaubwälder mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen

Tierwelt: Insgesamt ca. 350 Vogelarten, 40 Säugetierarten und 50 verschiedene Reptilienarten. Besonders erwähnenswert: Florida-Panther, Alligator

Bedroht

durch: Umweltverschmutzung, stark beeinträchtigter Wasserhaushalt, Tigerpython

Möchte man den Nationalpark besuchen, so kommt man an einem Auto nur sehr schwer vorbei. Da wir für die Rundreise sowieso ein Auto gemietet hatten, ging es damit dann auch zum Nationalpark. Vor dem Besuch sollte man sich unbedingt auf: https://www.nps.gov/ever/ über die Everglades informieren. Dort findet man auch Karten und den Eintrittspreis.

Das ist auch schon eine Besonderheit der amerikanischen Nationalparks. Man muss Eintritt bezahlen.

Hat man an der „Park Entrance Station“ bezahlt, findet man sich fast direkt in atemberaubender Natur wieder. Nur zerschnitten von einer endlos scheinenden Straße, die einmal durch den Nationalpark bis hinunter ans Meer führt, fährt man durch Grasland, dass bis zum Horizont zu reichen scheint. Erst bei näherem Hinsehen erkennt man, dass dieses Grasland, dass mehr an Afrika als an Florida erinnert, komplett überschwemmt ist.

Dieser „Grasfluss“ der tatsächlich eine Strömung aufweist, ist die Lebensader der Everglades. Doch er ist bedroht. Durch Staudämme, Landwirtschaft und den unstillbaren Durst der Großstadt Miami wird immer mehr Wasser dem sensiblen Ökosystem entzogen. Seit den 1990er Jahren weiß man um das Problem, forscht daran und versucht den natürlichen Wasserhaushalt wieder herzustellen.

Damit man von den Everglades mehr sehen kann, als von einem Autofenster aus möglich, gibt es aller paar Kilometer kleine Rundwege (meist Stege aus Holz, um die 600 Meter lang), die tiefer in die Everglades hineinführen und einen mit der Natur in Kontakt bringen. Dort findet man verschiedene Infotafeln, die einem Informationen über die Everglades geben.

Wir sind 5 dieser Rundwege gegangen, jeder davon zeigte uns andere Vegetation. Und ich muss zugeben, ich habe alle aufgehalten. Denn ich konnte mich nicht lösen, von den wunderbaren Anblicken, die sich mir boten. Verschlungene Mangrovenbäume, ewige Weite einer Graslandschaft, glitzerndes Wasser und tausende Pflanzen, die ich nicht kannte, aber kennenlernen wollte.

Und wie es sein muss, habe ich auch etwas gelernt. Nämlich, dass es auch in Florida Winter gibt und dass Zypressen, dann wie totes, weißes Holz aussehen. Es war faszinierend, als ich dann das erste kleine Grün an einer der vermeintlich toten Zypressen gesehen habe.

Wir haben fast den ganzen Tag in den Everglades verbracht, hatten eine Bootstour, haben verschiedenste Vögel, Alligatoren und leider auch Moskitos gesehen und sind bis zum Meer gefahren, wo wir dann den Sonnenuntergang genoßen haben.

Ein magischer Moment, ebenso, wie die unzähligen Sterne über diesem traumhaften Flecken Erde glitzern zu sehen, als wir in der Dunkelheit wieder nach Miami gefahren sind.

Für mich war dieser Tag ganz besonders und ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen mit meiner Begeisterung anstecken.

Wart ihr schon mal in den Everglades? Oder wollt ihr sie unbedingt einmal besuchen?

Schreibt mir. Ich freue mich auf eure Kommentare.

Euer

Blogunterschrift

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