Zwei Tage aus dem Leben eines LA-Studenten

Ihr wollt Landschaftsarchitektur studieren, aber wisst noch nicht, was auf euch zukommt?

Ihr möchtet gern einen kleinen Einblick in das Studentenleben haben?

Euch interessiert, wie das Studentenleben eines LA-Studenten wirklich ist?

Dann möchte ich euch heute zwei kleine Einblicke geben:

Tag 1:

6.00 Uhr: Aufstehen. Frühstücken, Anziehen, Materialien checken, Mails abrufen
7.00 Uhr: Jetzt aber los!
8.00 Uhr: Beginn eines weiteren Studien – Projekttages. Treffen aller Gruppenmitglieder. Erläuterung der Ergebnisse vom Vortag: Was habt ihr gemacht? Was kann besser werden? Was geht so gar nicht? Diskussionen über die einzelnen Ergebnisse, Ergebnisse werden über den Haufen geworfen, Erkenntnis: SO geht das einfach nicht! Also noch mal von vorne!
10.00 Uhr: Verteilung der neuen Aufgaben. Ran an die Arbeit
12.00 Uhr: Die Luft im PC – Pool ist unglaublich stickig, der Kopf brummt, CAD und Photoshop sind zum 3. Mal abgestürzt – Zeit für eine Mittagspause
12.15 Uhr: Mensa. Essen. Diskutieren. Wir drehen uns im Kreis. SO geht das einfach nicht!
13.00 Uhr: Zurück im PC-Pool. Die Luft ist noch schlimmer geworden. Photoshop tut auch einfach nicht das, was es soll.
15.00 Uhr: Alle Teammitglieder treffen sich ein weiteres Mal. Diskutieren, Überlegen, Planen.
15.30 Uhr: Die Diskussionen über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen nehmen kein Ende, die Luft ist einfach nicht mehr zum Aushalten, auch wenn alle Fenster offen sind. Der Kopf ist schon lange nicht mehr aufnahmefähig. Zeit für einen Kaffee.
16.00 Uhr: Der Kaffee hat geholfen. Alles ist jetzt ein bisschen klarer. Noch schnell in den Copy-Shop um die heutigen Ergebnisse auszudrucken und dann ab zur Konsultation.
16.30 Uhr: Die Drucke sind nicht so gut geworden, wie gehofft – und sie waren teuer. In der Konsultation – nur Kritik. Im Grunde kann man  auch gleich nochmal von vorne anfangen.
17.00 Uhr: Planloses Schweigen und starren auf die Bildschirme. Wie soll es nun weitergehen?
17.10 Uhr: Weitere Diskussionen, ein neuer Plan, neue Ideen. Morgen ist eine weitere Zwischenpräsentation, bis dahin müssen die neuen Ideen präsentierbar sein. Wieder Verteilung der Aufgaben.
21.30 Uhr: Die Aufgaben sind erledigt, die Präsentation für morgen steht. Der Magen knurrt, der Kopf ist schwer. Aber die Aufgaben sind geschafft. PC aus. Einige wollen noch etwas länger bleiben. Draußen ist es schon lange dunkel.
22.15 Uhr: Endlich zu Hause. Noch schnell ein Brot, dann ins Bett. Morgen beginnt um 8.00 Uhr die Präsentation.

Tag 2:

9.00 Uhr: Draußen scheint die Sonne, der Wecker muss heute gar nicht klingeln, um 9 wird man auch so wach.
10.00 Uhr: Frühstück fertig, noch Sachen schnappen und dann geht’s los.
11.00 Uhr: Treffpunkt an der Uni – die Fahrzeuge steht schon bereit.
11.30 Uhr: Ankunft mitten im Grünen. Felder, Wiesen, Wälder, ein Bach und überall hört man Vögel zwitschern. Beginn mit der Kartierung und der Erläuterung durch den Professor. Bestimmungen von Gräsern, Wildpflanzen und Sträuchern stehen heute auf dem Plan. Der Rothmaler (wichtiges Bestimmungsbuch 😉 –  am besten schon vor dem Studium kaufen) raschelt.
15.00 Uhr: Fertig. Ab nach Hause.
16.00 Uhr: Zu Hause und für heute auch nichts mehr zu tun. 🙂

Ich muss zugeben. Diese beiden Tage sind die jeweiligen Extreme. Tag 1 oder Tag 2 werden in eurem Studium keinesfalls die Regel sein. Aber tatsächlich habe ich beide Tage schon so erlebt. Es gibt einfach Tage, an denen du an einem Projekt arbeiten musst, das dir vielleicht nicht liegt, in dem du nicht vorankommst, in dem du stundenlang diskutierst und versucht mit deinen Kommilitonen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Und es klappt einfach nicht.

Das Gute ist: Diese Tage gehen vorbei. Und sie sind selten.

Einen Tag, wie den Zweiten habe ich deutlich häufiger erlebt. Landschaftsarchitektur, vor allem aber Landschaftsplanung, spielt sich im Freien ab. Man bestimmt Pflanzen, Biotoptypen, Vögel oder Insekten, stapft durch Feld und Wald und hat meistens dabei auch richtig viel Spaß 😉 In meinem Bachelorstudium habe ich unzählige dieser Tage erlebt, ich habe mich aber auch auf die Landschaftsplanung spezialisiert. Aber auch in der Freiraumplanung gibt es viele Exkursionen.

Gerade in den ersten Bachelorsemestern gibt es aber natürlich auch die obligatorischen Vorlesungen, damit man sich gewisse Grundlagen aneignen kann.

Das Studium der Landschaftsarchitektur beinhaltet sehr viel. Aber eins ist es auf jeden Fall nicht – langweilig.

Ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht zu sehr erschreckt. Wenn ihr möchtet, gebe ich euch gerne bald mal wieder einen kleinen Einblick. Schreibt mir doch einfach.

Bis Bald!

Euer

Blogunterschrift

 

 

 

 

 

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