Weekend-Adventures – Geocaching

…Von unten hat der Abgrund gar nicht so hoch ausgesehen. Aber nun stehe ich hier oben und der Boden scheint plötzlich sehr sehr weit weg. Ich strecke die Hände nach beiden Seiten aus und versuche auf dem Baumstamm nicht den Halt zu verlieren. Versuche nicht ganz so oft nach unten zu sehen, setze langsam einen Fuß vor den anderen, wage mich vor – über den rauen Stamm auf die andere Seite…

… Meine Hände tasten sich langsam vor. Dunkelheit umschließt mich, während ich hier hocke und versuche möglichst wenig zu berühren. „Bloß nicht an die Spinnen denken!“, murmel ich vor mich hin, während ich – natürlich – an die vielen Spinnen und anderen Insekten denke, die sich gerade diesen holen Baum als Zufluchtsstätte vor den kalten Temperaturen ausgesucht haben. Dann berührt meine Hand etwas…

Hallo ihr Lieben,

Ich habe euch bereits zum Start meines Blogs, (hier) von mir und meinen Vorlieben erzählt. Dabei habe ich den wunderschönen Blog Sonne-Wolken.de erwähnt, der mich immer daran erinnert, dass man für Abenteuer nicht unbedingt weit reisen muss. Man kann sie auch direkt vor der Haustür erleben 🙂 Heute möchte ich euch von meinen kleinen Alltags – bzw. Wochenendabenteuern erzählen.

Nach einer Woche voller Präsentationen, Hausarbeitenrecherche und GIS-Bearbeitungen (mehr dazu in einem späteren Artikel) freue ich mich jedes Mal auf ein erholsames Wochenende.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Studium und gebe dafür viel, aber am Wochenende auch einfach mal auszuschlafen, hat für mich einen sehr sehr großen Reiz 😉

Aber ich brauche am Wochenende auch den Ausgleich zur Woche. Vor allem, wenn ich in der Woche viel gesessen habe, zieht es mich raus in die Natur. Dann möchte ich etwas erleben, möchte die Natur um mich herum spüren – eben einfach raus an die frische Luft und das ein oder andere kleine Abenteuer erleben.

Dieses Wochenende habe ich mich (mal wieder) auf Schatzsuche begeben. 🙂

Oder besser auf eine meiner vielen kleinen Geocaching-Touren, die mich jedes Mal aufs Neue überraschen. Dank des Geocaching habe ich schon unzählige Orte entdeckt, an denen ich sonst einfach vorbeigegangen wäre. Ich habe wahre Naturschätze entdeckt, habe Rätsel lösen und mich über den ein oder anderen Geocache freuen können.

Geocaching bezeichnet eine Art moderne Schatzsuche mit Hilfe von GPS. Auf dieser Seite (geocaching.com) könnt ihr euch ein wenig näher über das Geocaching informieren und vielleicht schon morgen euren ersten Cache, also euren ersten kleinen Fund, von anderen Geocachern in der (frei zugänglichen) Natur versteckt, loggen. Aber Vorsicht vor Muggeln (also jenen, die nichts von Geocaching wissen 😉 – damit sie euch nicht sehen.)

Für den heutigen Tag hatte ich mir eine kleine Runde von knapp 5 km herausgesucht, in deren Verlauf ich 3 Caches finden wollte. Gleich vornweg muss ich leider sagen, dass meine heutige Runde nicht von Erfolg gekrönt war. Gerade mal 1/3 Caches habe ich gefunden.

Dafür war es umso abenteuerlicher.

Über vereiste Wege führte mich mein Weg hinein ins dichte Unterholz. Sprichwörtlich über Stock und Stein (und Laub) wanderte ich entlang kleiner zugefrorener Seen und Bäche, untersuchte Totholz, freiliegende Wurzeln und hole Baumstämme. Ich kroch in dunkle Baumhöhlen, balancierte über Baumstämme, überwand Gräben und andere Hindernisse. Alles um eine kleine Dose zu finden.

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Wikimedia Commons, Martin Janecke, CC- Lizenz
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Wikimedia Commons, Brigitte Büsing, CC-Lizenz
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Wikimedia Commons, Anna Mastalerz, CC-Lizenz
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Wikimedia Commons, Funke, CC-Lizenz

Ja, ich gebe zu, ich gehe sehr gern Geocachen. Auch deshalb, weil man dabei viel mehr von der Natur um sich herum wahrnimmt, als bei einem einfachen Spaziergang. Weil man etwas über die Natur lernt und auch, weil man jedes Mal wieder ein bisschen staunen kann und sich jedes Mal wieder über einen kleinen „Schatz“ freuen kann.

Als Landschaftsarchitekt bzw. Landschaftsplaner ist ein gewisses Verständnis für die Natur unglaublich wichtig. Und wie kann man besser etwas über die Natur lernen, als sie genau zu untersuchen? Genau das macht man beim Geocaching. Man untersucht alles, schaut in Höhlen, Ritzen und Winkel. Man achtet auf die Natur, sucht nach Veränderungen und erlebt dabei immer wieder kleine Abenteuer.

Nach 3 Stunden intensiver Suche bin ich heute zwar nur mit einem Fund nach Hause gekommen, aber ich konnte völlig ungestört die Natur um mich herum genießen und mich über einige winterliche Überraschungen freuen (Das Eis des kleinen Sees hat mich tatsächlich getragen :D).

Die anderen beiden Caches werde ich sicher auch bald noch bergen können 🙂 Ihr könnt es ja auch einmal versuchen. Oder kennt ihr Geocaching etwa schon? Schreibt mir doch einfach und erzählt von euren Erlebnissen.

Euer

Blogunterschrift

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